Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven

Komponist von weltumfassender Bedeutung

Beethoven wurde 1770 in Bonn geboren und gilt als einer der herausragendsten Komponisten der abendländischen Musikgeschichte. Von seinem Vater ausgebildet, trat er mit acht Jahren 1778 erstmals in einem Konzert in Köln als Pianist auf. Bereits im Alter von dreizehn Jahren – im Juni 1784 – trat er eine feste Stelle als Organist am Hofe von Kurfürst Maximilian Franz, einem Sohn von Maria Theresia, in dessen Residenzstadt Bonn an. Seit 1782 war er mit der Bonner Bürgerfamilie Wegeler und insbesondere mit dem fünf Jahre älteren Sohn Franz Gerhard Wegeler (1765-1848) befreundet, diese Freundschaft währte ein Leben lang. Wegeler führte den jungen Musiker bei der wohlhabenden Familie von Breuning ein, wo Beethoven in Helene von Breuning (1750–1838) eine für seine Entwicklung außerordentlich wichtige Persönlichkeit fand, die speziell in der Zeit nach dem Tod seiner eigenen Mutter eine seiner Hauptbezugspersonen wurde.

Im März 1795 fand Beethovens erster öffentlicher Auftritt im Wiener Burgtheater statt. Im Januar 1803 erhielt er eine Anstellung als Komponist am „Theater an der Wien“ und wurde 1815 zum Ehrenbürger Wiens erklärt. Seit Februar 1818 zwang ihn die stetig zunehmende Taubheit, Konversationshefte zu benutzen, kleine Notizbücher, die er ständig bei sich führte. Im Dezember 1826 erkrankte Beethoven schwer. Er verstarb am Spätnachmittag des 26. März. Ludwig van Beethoven komponierte zahlreiche Klavier- und Violinsonaten, Kantaten, Streichquartette, Lieder, die Oper »Fidelio« und steigerte besonders die Symphonie zu höchster Vollendung.

In Ehrenbreitstein, der Geburtsstadt seiner Mutter, war Beethoven nur wenige Male: 1787 auf der Reise nach Wien, 1791 bei einer Reise der Bonner Hofkapelle über Koblenz nach Bad Mergentheim und 1792 erneut auf dem Weg nach Wien.