{"id":208,"date":"2024-02-08T21:29:11","date_gmt":"2024-02-08T20:29:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.endkorrektur.de\/Beethoven\/?page_id=208"},"modified":"2024-02-12T16:14:56","modified_gmt":"2024-02-12T15:14:56","slug":"franz-gerhard-wegeler","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mutter-beethoven-haus.de\/?page_id=208","title":{"rendered":"Franz Gerhard Wegeler"},"content":{"rendered":"<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-478d9f0 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"478d9f0\" data-element_type=\"section\">\n<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-f2db3b2\" data-id=\"f2db3b2\" data-element_type=\"column\">\n<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n<div class=\"elementor-element elementor-element-3182ea8 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"3182ea8\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n<div class=\"elementor-widget-container\">\n<figure id=\"attachment_485\" aria-describedby=\"caption-attachment-485\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-485 \" src=\"https:\/\/www.endkorrektur.de\/Beethoven\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Wegeler2-300x287.jpeg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"479\" srcset=\"https:\/\/www.mutter-beethoven-haus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Wegeler2-300x287.jpeg 300w, https:\/\/www.mutter-beethoven-haus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Wegeler2-1024x980.jpeg 1024w, https:\/\/www.mutter-beethoven-haus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Wegeler2-768x735.jpeg 768w, https:\/\/www.mutter-beethoven-haus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Wegeler2-1536x1470.jpeg 1536w, https:\/\/www.mutter-beethoven-haus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Wegeler2-1140x1091.jpeg 1140w, https:\/\/www.mutter-beethoven-haus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Wegeler2.jpeg 1545w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-485\" class=\"wp-caption-text\">Franz Gerhard Wegeler, Anfang 19. Jh., Dauerleihgabe Deinhard-Stifung Koblenz<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beethovens engsten Jugendfreunden geh\u00f6rte der engagierte Mediziner Franz Gerhard Wegeler (1765\u20131848), der ab 1807 in Koblenz lebte und die Gesundheitsf\u00fcrsorge im Rheinland erheblich verbessern konnte. Nach seinem Studium der Medizin in Bonn und Wien kehrte er 1789 nach Bonn zur\u00fcck und wurde Professor f\u00fcr Geburtshilfe und Rektor der kurf\u00fcrstlichen Universit\u00e4t. Nach der Aufl\u00f6sung der Universit\u00e4t aufgrund der Eroberung Kurk\u00f6lns durch die franz\u00f6sischen Revolutionstruppen war er f\u00fcr einige Jahre als praktischer Arzt t\u00e4tig und \u00fcbersiedelte schlie\u00dflich nach Koblenz. Hier setzte er sich erfolgreich f\u00fcr die Verbesserung der allgemeinen medizinischen Versorgung der Bev\u00f6lkerung ein. Um der hohen S\u00e4uglingssterblichkeit zu begegnen, f\u00fchrte er einen systematischen Unterricht f\u00fcr Hebammen ein. Auch um die Bek\u00e4mpfung der Pocken machte er sich verdient. Sie waren in dieser Zeit zur gef\u00e4hrlichsten Infektionskrankheit in Europa geworden. Nachdem Wegeler von Edward Jenners (1979\u20131823) Erfolgen bei der Impfstoffgewinnung erfahren hatte, veranlasste er die m\u00f6glichst fl\u00e4chendeckende Aufkl\u00e4rung der \u00c4rzte und eine reihenhafte Impfung von fast 10 000 Kindern. F\u00fcr sein Engagement wurde er vielfach geehrt und auch in der Bev\u00f6lkerung war er sehr beliebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beiden Jugendfreunde Beethoven und Wegeler vertieften in ihren gemeinsamen Wiener Jahren (1794\u20131796) ihre Freundschaft und es verging kaum ein Tag, an dem sie sich nicht sahen. In sp\u00e4teren Jahren pflegten sie engen Briefkontakt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-908e3ad elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"908e3ad\" data-element_type=\"section\">\n<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-a9b5d87\" data-id=\"a9b5d87\" data-element_type=\"column\">\n<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n<div class=\"elementor-element elementor-element-7e63c5e elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"7e63c5e\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n<div class=\"elementor-widget-container\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Beethovens Tod ver\u00f6ffentlichte Wegeler 1838 gemeinsam mit Ferdinand Ries (1784\u20131838) im Koblenzer Karl Baedeker-Verlag das Buch \u201eBiographische Notizen \u00fcber Ludwig van Beethoven\u201c, in denen die beiden Autoren ihre pers\u00f6nlichen Erinnerungen festhielten und die an sie gerichteten Briefe des Komponisten ver\u00f6ffentlichten. Noch heute stellt diese Publikation eine der wichtigsten Quellen zu Beethovens Leben dar. Wie Franz Gerhard Wegeler selbst, so blieben auch seine Nachfahren dem Andenken an Beethoven verbunden und sorgten f\u00fcr die Erhaltung der im Familienbesitz befindlichen Erinnerungsst\u00fccke. Franz Gerhard Wegelers Enkel, Geheimrat Julius Wegeler (1836\u20131913) gr\u00fcndete die Julius-Wegelersche-Familienstiftung, um die Briefe, Notenmanuskripte und Souvenirs, die an Beethoven erinnern, als geschlossenen Bestand zu erhalten. Seit 1998 befindet sich diese Sammlung im Beethovenhaus Bonn. Nach seinem Eintritt in die Sektkellerei Deinhard &amp; Jordan 1857 und seine Heirat mit Emma Deinhard (1838\u20131904), der Enkelin des Firmengr\u00fcnders, legte Julius Wegeler den Grundstein f\u00fcr den Erfolg des Hauses Deinhard &amp; Co., das zu einer der renommiertesten Wein- und Sektkellereien Deutschlands wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im 20. Jahrhundert blieb die Familie Wegeler-Deinhard im Bereich der Musik und Kulturf\u00f6rderung in Koblenz engagiert. Anl\u00e4sslich des 175. Firmenjubil\u00e4ums der Sektkellerei im Jahr 1969 initiierte sie die Gr\u00fcndung der Deinhard-Stiftung mit dem Ziel, das Geburtshaus der Mutter Beethoven instand zu setzen und in ein Museum umzuwandeln. Nach dem Verkauf des Unternehmens an die Sektkellerei Henkell &amp; Co. 1997 kam auch die Stiftung unter deren Dach, wo sie heute noch besteht und zum Erhalt des Museums Mutter-Beethoven-Haus beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Bild und Text [leicht ver\u00e4ndert] entnommen aus: K\u00e4mpken, N. und Bettermann, S.: Franz Gerhard Wegeler und seine Familie \u2013 Musik und Kulturpflege in Koblenz. In: von der Bank, M. [Hrsg.][2020]: Museum Mutter-Beethoven-Haus. Petersberg 2020)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beethovens engsten Jugendfreunden geh\u00f6rte der engagierte Mediziner Franz Gerhard Wegeler (1765\u20131848), der ab 1807 in Koblenz lebte und die Gesundheitsf\u00fcrsorge im Rheinland erheblich verbessern konnte. Nach seinem Studium der Medizin in Bonn und Wien kehrte er 1789 nach Bonn zur\u00fcck und wurde Professor f\u00fcr Geburtshilfe und Rektor der kurf\u00fcrstlichen Universit\u00e4t. Nach der Aufl\u00f6sung der Universit\u00e4t aufgrund der Eroberung Kurk\u00f6lns durch die franz\u00f6sischen Revolutionstruppen war er f\u00fcr einige Jahre als praktischer Arzt t\u00e4tig und \u00fcbersiedelte schlie\u00dflich nach Koblenz. Hier setzte er sich erfolgreich f\u00fcr die Verbesserung der allgemeinen medizinischen Versorgung der Bev\u00f6lkerung ein. Um der hohen S\u00e4uglingssterblichkeit zu begegnen, f\u00fchrte er einen systematischen Unterricht f\u00fcr Hebammen ein. Auch um die Bek\u00e4mpfung der Pocken machte er sich verdient. Sie waren in dieser Zeit zur gef\u00e4hrlichsten Infektionskrankheit in Europa geworden. Nachdem Wegeler von Edward Jenners (1979\u20131823) Erfolgen bei der Impfstoffgewinnung erfahren hatte, veranlasste er die m\u00f6glichst fl\u00e4chendeckende Aufkl\u00e4rung der \u00c4rzte und eine reihenhafte Impfung von fast 10 000 Kindern. F\u00fcr sein Engagement wurde er vielfach geehrt und auch in der Bev\u00f6lkerung war er sehr beliebt. Die beiden Jugendfreunde Beethoven und Wegeler vertieften in ihren gemeinsamen Wiener Jahren (1794\u20131796) ihre Freundschaft und es verging kaum ein Tag, an dem sie sich nicht sahen. In sp\u00e4teren Jahren pflegten sie engen Briefkontakt. Nach Beethovens Tod ver\u00f6ffentlichte Wegeler 1838 gemeinsam mit Ferdinand Ries (1784\u20131838) im Koblenzer Karl Baedeker-Verlag das Buch \u201eBiographische Notizen \u00fcber Ludwig van Beethoven\u201c, in denen die beiden Autoren ihre pers\u00f6nlichen Erinnerungen festhielten und die an sie gerichteten Briefe des Komponisten ver\u00f6ffentlichten. Noch heute stellt diese Publikation eine der wichtigsten Quellen zu Beethovens Leben dar. Wie Franz Gerhard Wegeler selbst, so blieben auch seine Nachfahren dem Andenken an Beethoven verbunden und sorgten f\u00fcr die Erhaltung der im Familienbesitz befindlichen Erinnerungsst\u00fccke. Franz Gerhard Wegelers Enkel, Geheimrat Julius Wegeler (1836\u20131913) gr\u00fcndete die Julius-Wegelersche-Familienstiftung, um die Briefe, Notenmanuskripte und Souvenirs, die an Beethoven erinnern, als geschlossenen Bestand zu erhalten. Seit 1998 befindet sich diese Sammlung im Beethovenhaus Bonn. Nach seinem Eintritt in die Sektkellerei Deinhard &amp; Jordan 1857 und seine Heirat mit Emma Deinhard (1838\u20131904), der Enkelin des Firmengr\u00fcnders, legte Julius Wegeler den Grundstein f\u00fcr den Erfolg des Hauses Deinhard &amp; Co., das zu einer der renommiertesten Wein- und Sektkellereien Deutschlands wurde. Auch im 20. Jahrhundert blieb die Familie Wegeler-Deinhard im Bereich der Musik und Kulturf\u00f6rderung in Koblenz engagiert. Anl\u00e4sslich des 175. Firmenjubil\u00e4ums der Sektkellerei im Jahr 1969 initiierte sie die Gr\u00fcndung der Deinhard-Stiftung mit dem Ziel, das Geburtshaus der Mutter Beethoven instand zu setzen und in ein Museum umzuwandeln. Nach dem Verkauf des Unternehmens an die Sektkellerei Henkell &amp; Co. 1997 kam auch die Stiftung unter deren Dach, wo sie heute noch besteht und zum Erhalt des Museums Mutter-Beethoven-Haus beitr\u00e4gt. (Bild und Text [leicht ver\u00e4ndert] entnommen aus: K\u00e4mpken, N. und Bettermann, S.: Franz Gerhard Wegeler und seine Familie \u2013 Musik und Kulturpflege in Koblenz. In: von der Bank, M. [Hrsg.][2020]: Museum Mutter-Beethoven-Haus. 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